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Frauen im Handwerk – Warum jetzt der perfekte Zeitpunkt für den Einstieg ist

Der Fachkräftemangel ist real – und öffnet neue Türen

Noch vor wenigen Jahren waren Frauen im Handwerk die Ausnahme. Heute erleben wir eine Wende: Immer mehr Frauen ergreifen technische und handwerkliche Berufe – und das aus gutem Grund. Das Handwerk steht vor massiven Umbrüchen. Energiewende, Digitalisierung, altersbedingte Fachkräfteabwanderung: Die Branche braucht dringend qualifizierten Nachwuchs – und endlich werden auch Frauen als wertvolle Zielgruppe erkannt.

Die Rahmenbedingungen sind besser denn je: Fördermöglichkeiten, Karrierewege, Mentoring-Programme – und eine wachsende Zahl an Unternehmen, die Diversität nicht nur dulden, sondern aktiv fördern.

1 – Handwerk ist längst kein Männerberuf mehr

Historisch waren handwerkliche Berufe männlich geprägt – das lag nicht an mangelndem Können oder Interesse der Frauen, sondern an gesellschaftlichen Barrieren. Doch diese Strukturen brechen auf. Laut Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) ist der Anteil der Frauen in handwerklichen Ausbildungsberufen in den letzten zehn Jahren um mehr als 20 % gestiegen. In manchen Fachbereichen liegt der Frauenanteil bereits bei über 35 %.
Der Wandel kommt nicht zufällig. Er ist Ausdruck gesellschaftlicher Veränderungen, neuer Bildungswege – und der Notwendigkeit, Fachkräfte unabhängig vom Geschlecht zu gewinnen.

Warum der Einstieg gerade jetzt besonders lohnend ist

  • Hoher Fachkräftebedarf: Rund 250.000 Handwerksstellen sind laut ZDH unbesetzt – Tendenz steigend.

  • Wertschätzung steigt: Frauen gelten in vielen Betrieben als präzise, engagiert und teamorientiert – Qualitäten, die im Handwerk stark gefragt sind.

  • Technologischer Wandel: Neue Technologien, z. B. im Bereich erneuerbare Energien, eröffnen neue Tätigkeitsfelder – oft ohne körperliche Überlastung.

2 – In welchen Berufen Frauen besonders gefragt sind

Frauen können grundsätzlich in jedem Handwerksberuf erfolgreich sein – es gibt keine fachlich begründeten Einschränkungen. Dennoch zeigen sich bestimmte Felder, in denen Frauen besonders oft vertreten sind oder stark nachgefragt werden:

Beispiele mit großem Zukunftspotenzial

Smart Repair-Technik (Fahrzeugaufbereitung)

Feinmotorik, Farbgefühl und Genauigkeit spielen hier eine große Rolle. Viele Frauen zeigen in diesem Bereich herausragende Leistungen, etwa bei Lackreparaturen, Dellenentfernung oder Innenraumpflege.

Photovoltaik-Technik und Solarmontage

Der Ausbau erneuerbarer Energien ist politisch gewollt und wirtschaftlich notwendig. Frauen arbeiten zunehmend als Monteurinnen oder Projektleiterinnen in der Solartechnik – ein Beruf mit langfristiger Sicherheit.

Elektrotechnik für Gebäudetechnik und E-Mobility

Intelligente Gebäude, Wallbox-Installationen und smarte Energiesysteme benötigen gut ausgebildete Kräfte. Frauen bringen hier neben technischem Verständnis oft auch besondere Sorgfalt mit.

No bullshit,
female power!

3 – Welche Fördermöglichkeiten es für Frauen im Handwerk gibt

Der Staat sowie viele Bundesländer und Bildungsinstitutionen fördern gezielt den Einstieg von Frauen in technische und handwerkliche Berufe. Damit verbunden ist die Chance auf eine vollständig finanzierte Qualifikation – etwa über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder spezielle Stipendienprogramme.

Aktuelle Förderinstrumente im Überblick

  • Bildungsgutschein (Agentur für Arbeit / Jobcenter): Deckt bis zu 100 % der Kosten für zertifizierte Weiterbildungen und Umschulungen, inklusive Prüfungsgebühren, Fahrtkosten und Kinderbetreuung.

  • Mentoring-Programme für Frauen in Technik und Handwerk: Netzwerke unterstützen Frauen beim Einstieg und in der beruflichen Weiterentwicklung.

  • Stipendien & Förderprojekte (z. B. FiT – Frauen in Technik): In vielen Bundesländern existieren Programme, die Frauen den Zugang zu technischen Berufen erleichtern – teils mit zusätzlichen Zuschüssen.

  • Qualifizierungschancengesetz: Auch berufstätige Frauen können durch den Arbeitgeber gefördert werden, wenn sie sich in zukunftssicheren Berufen weiterbilden möchten.

Die Förderstruktur ist so gestaltet, dass auch Quereinsteigerinnen ohne Vorerfahrung ihren Weg ins Handwerk finden können – finanziell abgesichert und mit professioneller Begleitung.

14,1 %
Anteil der weiblichen Auszubildenden im Handwerk (Stand: 2023, ZDH).
88 %
der Betriebe mit gemischten Teams berichten von höherer Arbeitszufriedenheit und Teamleistung.
24,6 %
der handwerklichen Betriebe werden von einer Frau (mit) geführt.
Geschäftsführer Manfred Buxbaum
Manfred Buxbaum
Geschäftsführer WerksKolleg
„Mit WerksKolleg möchten wir gezielt neue Zugänge ins Handwerk schaffen – auch für Menschen, die bislang wenig Berührung mit technischen Berufen hatten. Frauen bringen wertvolle Perspektiven, Fähigkeiten und Motivation mit. Unsere Aufgabe ist es, durch praxisnahe, flexible Weiterbildung und gezielte Förderung echte Chancen zu ermöglichen – individuell, alltagsnah und auf Augenhöhe.“

4 – Frauen, die ihren Weg gegangen sind

Marie, 34 – Von der Bürokauffrau zur Photovoltaik-Technikerin

„Ich wollte mehr als Büroarbeit. Als ich von der Möglichkeit gehört habe, eine geförderte Weiterbildung im Bereich Solartechnik zu machen, wusste ich: Das ist mein Weg. Heute montiere ich Solaranlagen, konzipiere PV-Systeme und arbeite in einem Bereich, der Sinn macht und Zukunft hat.“

 

Lisa, 29 – Smart Repair Spezialistin mit eigener Werkstatt

„Technik hat mich schon immer fasziniert, aber mir fehlte lange der Mut. Über das Werkskolleg habe ich die Ausbildung zur Smart Repair-Technikerin gemacht – mit Förderung. Jetzt bin ich selbstständig und arbeite mit echten Kundinnen und Kunden an echten Fahrzeugen. Das hätte ich früher nicht für möglich gehalten.“

 

Solche Geschichten sind kein Einzelfall mehr. Sie zeigen, wie Potenziale entfaltet werden können, wenn Strukturen vorhanden sind – und Menschen gefördert werden.

5 – Fazit

Handwerk braucht dich – und zwar jetzt

Das Handwerk steht unter Druck: Die Anforderungen steigen, die Fachkräfte fehlen. Frauen bieten das, was das Handwerk heute braucht: Können, Präzision, Innovationsbereitschaft und Teamgeist. Der gesellschaftliche Wandel, neue Förderungen und eine offene Ausbildungskultur schaffen die Rahmenbedingungen.

Wer sich jetzt entscheidet, den Einstieg zu wagen, profitiert von:

  • Planbarer Sicherheit: Handwerkliche Berufe werden gebraucht – jetzt und in Zukunft.

  • Starker Förderung: Viele Wege führen zum Ziel – auch für Quereinsteigerinnen und Wiedereinsteigerinnen.

  • Sinnstiftender Arbeit: Du siehst, was du geschaffen hast – Tag für Tag.

  • Gestaltungsspielraum: Vom Betrieb bis zur Selbstständigkeit ist vieles möglich.

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